Reiner Backer

Phishing- und Spam-Report Januar 2010

Englisch liegt bei Phishern wieder voll im Trend: So sank die Zahl nicht englischsprachiger Phishing-Seiten im Dezember 2009 um 26 Prozent. Hierbei geben Italienisch und Französisch weiter den Ton an. Portugiesisch verdrängt Chinesisch von Platz drei. Ursache ist der Angriff auf ein soziales Netzwerk in Brasilien. Deutsch rangiert weiter auf Platz sechs.

Und auch beim Thema Spam ist derzeit kein Rückgang in Sicht: 57 Prozent aller aktuell versandten Spam-Nachrichten stammen aus Nordamerika und der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) - ein Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum November 2009, wo beide Regionen zusammen 50 Prozent aller Spam-Mails verschickten. Meldungen zum Thema Gesundheit sowie Produktvorstellungen machen insgesamt 52 Prozent aller Spam-Mitteilungen aus. Nach wie vor entwickeln Spammer immer neue Strategien: So verschickten einige Angreifer jüngst Nachrichten über das E-Mail-System von Amazon, nachdem sie sich ein Konto bei dem Retailer eingerichtet hatten. Klickten Empfänger auf den in den E-Mails eingebetteten Link, wurden sie automatisch auf die Amazon-Webseite weitergeleitet und zum Kauf von Medikamenten aufgerufen.

Die derzeit wirtschaftlich angespannte Lage wissen auch Spammer für sich zu nutzen. So gaben sie in Mails die scheinbare Insolvenz verschiedener Bankinstitute an und verwiesen auf den Link "Learn how to save money". Sobald dieser angeklickt wurde, installierte sich der Trojaner "Trojan.Pidief" auf dem Rechner.

Weitere Ergebnisse des aktuellen Symantec-Reports finden Sie zum Download unter:
www.symantec.com/de/de/about/theme.jsp?themeid=spam

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