Reiner Backer

Phishing- und Spam-Report Februar 2010

Soziale Netzwerke werden zunehmend zum Tummelplatz für Phishing-Angriffe. Ganze 92 Prozent aller pornografischen Spam-Mails betreffen derzeit Seiten wie Facebook und Co. Daneben (ver-) locken neue Fallen zu Unachtsamkeit: So haben Phisher neugierigen Surfern im Januar kostenlose Zugänge zu Pornoseiten angeboten. Bedingung: Sie mussten vorab ihre persönlichen Daten angeben - scheinbar um zu prüfen, ob sie alt genug sind, um solche Seiten anzuschauen. Die "nackte Wahrheit" zeigte sich am Ende in Form einer gefälschten Antivirus-Website, die Schadcodes enthielt.

Spam-Opfer beschäftigen sich momentan mit anderen Dingen: Wo lässt sich Geld derzeit gewinnbringend anlegen? Anscheinend verleitet diese Frage in Zeiten der Wirtschaftskrise und Bankpleiten zu mehr Risikobereitschaft, denn Nigerian Spam ist wieder auf dem Vormarsch. Hierbei versprechen Betrüger Mailempfängern hohe Provisionen, sofern diese bereit sind, Geld ins Ausland zu transferieren. Insgesamt gab es im Januar doppelt so viele Spam-Nachrichten dieser Art wie im Vormonat. Zu den Top-Spam-Themen gehörten der Valentinstag und die Erdbebenkatastrophe in Haiti.

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