Achtung Chatfreunde: Vom siebten Himmel zum Sicherheitsalptraum
Chaträume und Instant Messenger erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Ob zur beruflichen Absprache, zum Austausch über Hobbies oder zur Wochenendabstimmung mit Freunden - Chats haben sich heutzutage zu einem eigenen Medium der Kommunikation entwickelt und bringen tagtäglich Menschen jeden Alters von überall her in virtuellen Welten zum Informationsaustausch zusammen.
Chats haben sich auch als ideale Plattform für den schnellen Flirt entwickelt: einfach einloggen und losflirten - und da sich alle in einem virtuellen Raum bewegen, kommt es nicht selten vor, dass Namen, Alter und das äußere Erscheinungsbild schon einmal "zurecht geschummelt" werden. Dennoch gehen die meisten Menschen bei ihren Bekanntschaften von deren ehrlichen Motiven aus, das heißt, sie vermuten keine kriminellen Machenschaften hinter online Flirtversuchen.
Dass die Realität aber oftmals anders aussieht und so ein kurzer Chat auch ernsthafte Folgen nach sich ziehen kann, davor warnt jetzt der australische Sicherheitssoftwarehersteller PC Tools. Eine Reihe von Online-Botnetzen ist derzeit gezielt auf der Suche nach Nutzern, die sich in Chats unbedarft auf Flirts einlassen und damit dem Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug Tür und Tor öffnen. Mit vorprogrammierten, einfachen Dialog-Szenarien wie "Hallo, wie geht's?" beginnen die Flirt Bots in Chats oder auf privaten Instant Messenger Konten einen scheinbar harmlosen Flirt. Um Informationen über ihre potentiellen Opfer zu sammeln, versuchen Cyberkriminelle Nutzer unter diversen Vorwänden auf Internetseiten wie "mywebcamcrush.com" zu locken, die sie mit Malware infizieren oder sie zum Kauf gefälschter Antivirensoftware verleiten. Damit sammeln Cyberkriminelle alle Arten von Informationen - angefangen bei persönlichen Daten im Chat bis hin zu angegebenen Kontodaten auf den lancierten Webseiten die anschließend an den Höchstbietenden verkauft werden.


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